Bericht der Wetterauer Zeitung
vom 26. März 2014

Autor und Fotos: Dr. Udo Dickenberger
 



"Halleluja" sangen zwei Chöre gemeinsam
Der Orgelverein präsentierte beim Frühlingskonzert "Ad hoc" und die "Tontauben" 

Niddatal-Ilbenstadt (udo). Beim Frühlingskonzert des Orgelfördervereins musizierten zwei Chöre
in der Basilika: „Ad hoc“ aus Wehrheim-Obernhain und die „Tontauben“ aus Oberursel-Weißkirchen.
Pfarrer Thomas Knedelhans begrüßte die Chöre und die Gäste,
die quer durch den Frühling angereist waren, und lud zur Vorbereitung aufs Osterfest ein.

Der Orgelvereinvorsitzende Dr. Wolfgang Maus erklärte die überregionale Bedeutung
der einzigartigen Onymus-Orgel, die Notwendigkeit der Renovierung
und die Aufgaben seines Vereins.
Letztlich und unterm Licht der Ewigkeit komme auch der vor dem Konzert,
in der Pause und danach zu konsumierende Onymus-Wein der Orgel zugute.
Nur war es nach dem Konzert beim schönsten Wetter und dem prächtigsten Sternenhimmel
vor der Kirche dann so frostig, dass die Besucher letztlich lieber Glühwein verkostet hätten.

"Ad hoc" hatte sich zuvor im Gotteshaus selber vorgestellt
und zumeist weltliche Lieder aus dem Mittelalter, der Renaissance, dem Barock und der Gegenwart
über die Musik als solche, die Liebe, den Frühling und die Schöpfung erklingen lassen.
Gut dialektisch waren aber auch allfällige Anfechtungen, Abschiede und der Tod auf der Tagesordnung.
Das Publikum folgte andächtig und war dankbar für die hilfreiche Kommentierung
der vielsprachigen Gesänge.

Die "Tontauben" erklärten ebenfalls alles (nur ihren skurrilen Namen nicht),
und lieferten ein attraktives Kontrastprogramm mit Jazz- und Poptiteln.
Sie hatten die Hitparaden der zurückliegenden Zeitalter im Blick
und luden die Besucher und die Apostel auf den Pfeilern zum beherzten Mitswingen ein.
Billy Joel, Annie Lennox (mit den "Eurythmics") und Sting (mit "The Police")
kamen ebenso zum Zuge wie kolumbianische, brasilianische und finnische Traditionals.

Das Publikum hatte zuerst das Vergnügen, "Es geht eine dunkle Wolke" (nacheinander)
von beiden Chören in zwei grundverschiedenen Bearbeitungen und Interpretationen zu hören.
Und ganz zum Schluss und vor dem Abschiedswein am Westportal der Basilika
sangen beide Ensembles gemeinsam und Leonard Cohens legendäres "Halleluja",
das zum Mitsingen einlud.

"Ad hoc" ist 1997 "ad hoc" entstanden. Heute sind 20 Sängerinnen und Sänger in dem Chor,
der zum Gesangverein Ludwig Uhland gehört, aktiv.
Vierstimmige Sätze aus Renaissance und Frühbarock in sechs Sprachen
bilden einen Schwerpunkt im Repertoire von „Ad hoc“.
Die „Tontauben“ sind aus einem Jugendchor hervorgegangen,
werden seit zehn Jahren vom Dozenten Mark Opeskin geleitet
und singen (hauptsächlich a cappella) Stücke
aus den Bereichen Pop, Rock, Jazz und Spiritual.

 

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Frühlingskonzert des Orgelvereins 008 verkl.
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Frühlingskonzert des Orgelvereins 006 verkl.